Schiffswracks in der Nordsee

Bereits im Oktober gab es Meldungen zu neu entdeckten Nordsee-Schiffswracks – nun weiß man mehr und die Stelle ist hoffentlich gesichert… Weiterlesen

Werbeanzeigen

Abenteuerliche Geschichten aus den Tiefen der Ozeane

Unterwasserarchäologe Dr. Florian Huber ist zu Gast bei »ttt – Titel Thesen und Temperamente« und berichtet von seinen abenteuerlichsten Tauchgängen: Funde und Erkundungen in Mexiko in den Cenoten, dem bizarren Unterwasserhöhlensystem in Yucatan.
Weiterlesen

Sie ist das Schwesternschiff der »Titanic« und wurde im Ersten Weltkrieg in der Agais am 21.11.1916 durch eine deutsche Seemine versenkt. Der Eigentümer will nun ein Museum bauen. http://www.tagesschau.de/ausland/britannic-101.html

Weiterlesen

Heute vor 75 Jahren: Die »Thistlegorm« wurde versenkt

Heute, am 6. Oktober 1941 wurde die Thistlegorm im Zweiten Weltkrieg von einem Bombenflugzeug der deutschen Luftwaffe im nördlichen Roten Meer (nahe der Südspitze der Sinai-Halbinsel) versenkt.

Weiterlesen

Versunkene Schiffe – Abenteuer Unterwasserarchäologie

Der reich bebilderte Ausstellungskatalog begleitet die gleichnamige Ausstellung. Zum Themenschwerpunkt »Unterwelten« befasst sich das LWL Industriemuseum (Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur) im Schiffshebewerk Henrichenburg mal auf andere Art mit Schiffen: Mit dem Bergen von Schiffen bzw. ihrer Ladung.

Weiterlesen

NaturNah: Expedition »Geisternetze« – Tödliche Fallen in der Ostsee NDR

Für Fische, Meeressäuger und Seevögel sind sie tödliche und lautlose Fallen: die sogenannten »Geisternetze«. Das sind Netze, die vor allem im Sturm verloren gegangen sind. Riesige Mengen davon haben sich in der Ostsee um Wracks und andere Hindernisse gewickelt.
Weiterlesen

Nachrichten von der Costa Concordia 2014

Das Kreuzfahrtschiff, das am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio nahe dem Hafen von Porto di San Stefano an einem Felsen leck schlug und auf Grund ging wurde am 17. September mit Hilfe von aufwendigen Schwimmpontons und Betongewichten aufgerichtet und ruht seitdem auf einer am Meeresboden verankerten Plattform. Die Costa Concordia soll nun im Sommer 2014 abtransportiert und in einem nahe gelegenen italienischen Hafen abgewrackt werden.

Laut Nachrichtenberichten (Tiroler Tageszeitung) bewerben sich für die Zerlegung des Schiffs die Häfen Civitavecchia und Piombino, aber auch der Hafen Livorno wird in dem Zusammenhang genannt. Dort befindet sich die Werft des Schiffbauriesen Fincantieri, dieser baute die Costa Concordia und verfügt noch über die Konstruktionspläne. Die im Schiff gefundenen Knochenreste wurden inzwischen als die einer noch vermissten italienischen Passagierin identifiziert.

Nach wie vor wird ein indisches Crewmitglied vermisst. Insgesamt 32 Menschen kamen bei der Havarie der Costa Concordia ums Leben. Das Strafverfahren gegen den Kapitän Francesco Schettino dauert noch an, auch werden immer noch weitere Beweise zum Unglückshergang erfasst, u.a. soll im Januar 2014 bei einem Ortstermin Details geklärt werden mit Begutachtung von Notstromdiesel, Aufzügen, dem Deck 0 und eventuell noch zu bergender Geräte auf der Brücke.

Frühere Berichte über die Costa Concordia bei eauemi

Nachrichten aus Giglio von der Costa Concordia

NABU-Meeresschutz-Experte Dr. Kim Detloff war auf Giglio in Porto di San Stefan am Wrack der Costa Concordia:

Seit der Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia ist mehr als ein Jahr vergangen. Glücklicherweise konnte verhindert werden, daß 2.400 Tonnen Schwer- und Dieselöl ins Meer gelangen, dennoch besteht immer noch das Risiko, daß Reinigungsmittel, Öle, Lacke usw. für Verschmutzungen sorgen. Man geht davon aus, daß das Schiff mit bis zu 230.000 Kubikmeter Wasser im Schiff geflutet ist. Die Kosten für das Aufrichten, Leerpumpen und Abwracken werden auf über 300, vielleicht bis zu 400 Millionen Euro geschätzt.

Die kleine beschauliche Insel, zu der früher nur Vogelfreunde, Taucher (es ist wunderschön da, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!) und viele Italiener für Tages- und Sommerausflüge reisten hat sich verändert. Scharen von Schaulustigen reisen an und die Stelle um das Wrack der Costa Concordia gleicht einer Großbaustelle mit seinen Hubinseln, Tanker, Arbeits- und Tauchschiffen und Wohncontainern. Denn vor Ort arbeiten laut Kim Detloff  mehr als 400 Experten des Konsortiums aus dem US-Unternehmen Titan Salvage und der italienischen Firma Micoperi arbeiten rund um die Uhr an der Schiffsbergung.

So wird die Costa Concordia geborgen:
Am Meeresboden werden sechs Stahlplattformen verankert und die Zwischenräume mit Zementsäcken verfüllt. Dann bekommt das Schiff an den Seiten gigantische, mit Wasser gefüllte  Stahlkästen befestigt, um die Costa Concordia über die Backbordseite aufzurichten. Dadurch wird das Schiff auf dem künstlichen Fundament auf einer ebenen Fläche stabilisiert.

Mit Druckluft (was muss das wohl für eine gigantische Druckluftanlage sein!) werden die Kästen dann geleert (das Wasser herausgepresst!) und dienen dann als Schwimmkörper. Damit kann das 115.000 Tonnen schwere Stahlschiff in einen nahen Hafen geschleppt werden.

Fest steht zumindest, daß die Bergungsarbeiten länger als geplant (statt Mai nun bis Herbst 2013) dauern werden:

Das Schiff wird aufgerichtet und im Ganzen weggeschleppt, bisher einmalig bei einer solchen Schiffsbergung. Gut Verständliche Erklärungen zum gewählten Verfahren (warum das Schiff nicht zerlegt wird) gibt die Tagesschau-Seite.

Folgen und Veränderungen rund um Giglio
Zahlreiche Tauchgänge von Dr. Detoloff bestätigen, daß die Unterwasserwelt rund um Giglio noch weiterhin wunderbar ist. Die Insel scheint noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, dennoch hat es einige Veränderungen gegeben.

Der römische Meeresökologe Ardizzone siedelt mit seinem Biologenteam mit großem finanziellen Aufwand nun die stark bedrohte Steckmuschel Pinna nobilis in der Nähe des Wracks um, um sie vor den notwendigen Bodenbewegungen zu schützen.

Naturschutzexperte wie Kim Detloff sehen diese Maßenahme als fragwürdig an, allerdings zeigt sie auch die Bedeutung, die sie als Zeichen einer Umweltschutzaktivität hat. Reederei und Behörden wollen um jeden Preis einen weiteren Umweltskandal vermeiden. Dennoch klagen Fischer über Rückgänge und weniger Großfisch, Makrelen, Thunfische oder Meerbrassen, besonders auf der Ostseite der Insel. Man kann sich gut vorstellen, daß eine solche Großbaustelle mit so viel Arbeiten am Meeresboden für starke Lärmbelästigung sorgt!

Dort, wo das Schiff mit dem Granitfelsen kollidierte (dem Felsen Le Scole) sind deutliche Spuren der Kollision auf einer Tiefe von acht Metern deutlich zu sehen, Stahlsplitter und Lackreste. Die Natur scheint dort laut Dr. Detloff verändert: »Eine ehemals dicht von durchscheinenden Seescheiden der Art Clavellina dellavallei bewachsene Wand war bis auf wenige verkümmerte Exemplare verschwunden. Und die großen Barrakudas und Zahnbrassen oder Schwärme von Meerbrassen, die sonst garantierte Gäste an dem beliebten Tauchplatz sind, waren zumindest bei unserem Tauchgang nicht zu sehen.«

Viele Inselbewohner klagen über den starken Rückgang der Touristen, man spricht von über 30 Prozent weniger Übernachtungen und Gäste in Hotels, Restaurants und Tauchbasen insbesondere auf der Ostseite der Insel beim Badeort Campese! Dort befindet sich übrigens auch die meeresbiologische Station des IfmB von Professor Claus Valentin.

Auf die sensationswütigen Schaulustigen, die zur Insel strömen können die Bewohner getrost verzichten. Bleibt zu hoffe, daß die vom Tourismus anbhängigen Unternehmer durchhalten können. Die Mittelmeerinsel Giglio im Nationalpark Toskanischer Archipel  ist wunderbar – gerade hier im Thyrrenischen Meer handelt es sich um ein einzigartiges Naturparadies!

Ich habe einen Teil er Informationen aus dem Bericht von Dr. Kim Detloff zusammengefasst, seinen Artikel (inkl. Bildern) gibt es auf der NABU-Seite:

Giglio sehnt sich nach Ruhe (Artikel von Dr. Kim Detloff)

ps Hin und wieder sind hier bei eauemi im Header auch Fotos von Giglio zu sehen. ich habe die Fotos 2005 während meines Kurses beim IfmB gemacht.

Schiffe am Ende ihrer Reise: Jörn Vanhöfens Fotogalerie Moderne Ruinen unserer Zeit

Wie sieht es aus, wenn große Schiffe zum alten Eisen gehören? Der Fotograf Jörn Vanhöfen hat Schiffe »auf ihrer letzten Reise« in eindrucksvollen Bildern festgehalten

Fotogalerie: Moderne Ruinen unserer Zeit

Dazu gibt es ein Buch, erschienen bei Hatje Cantz »Aftermath«

Vor rund 60 Jahren: JY Cousteau findet das antike Weinschiff von Grand Congloué

Im Spätsommer (Mitte August) 1952 findet Jaques Yves Cousteau unterwegs mit der Calypso und seinem Team in der Nähe von Marseille zwischen Riou und Grand Cogloué das antike Wrack eines bedeutenden griechischen Handelsschiffs…
Laut Bericht wurden bei den 5jährigen Bergungsarbeiten insgesamt 7.000 Amphoren und ebenso viel Geschirr, Teile des Schiffsrumpfs, Werkzeuge und Bleibeschläge, insgesamt 200 Tonnen Material zutage gefördert….

Interessanter Bericht auf Suite 101.de von Reinhard Hauke
Das antike Weinschiff von Grand Congloué

Die »Calypso« wurde übrigens in diesem Sommer zusammen mit der »Alcyone« zu »Boats of Heritage Interest« (Bateaux d’Intérêt Patrimoniaux)  von der French Maritime and River Heritage Foundation, der Gérard d’Aboville vorsteht, auserwählt.

60 years ago, in August 1952 Jacques Yves Cousteau and his team of »Calypso«

found antique greek shipwreck near Gran Conglué. In 5 years they took more than 7.000 amphorae, tableware, parts of hulk, tools, metal fittings with plumb, more than 200 tons of material from the marine ground back to surface. A real archaeological treasure.

Report by Reinhard Hauke (in German) for Suite 101.de

Website Cousteau Society Mediterranean Sea

In this summer »Calypso« and »Alcyone« have been labelled »Boats of Heritage Interest« (Bateaux d’Intérêt Patrimoniaux) by French Maritime and River Heritage Foundation Summer news 2012 at Cousteau Society Website.