Hochwasserschutz – Deiche oder Auen?

In Sachsen-Anhalt wird aktuell extremes Elbe-Hochwasser erwartet, Passau, Magdeburg und Halle haben ebenfalls mit dem Hochwasser zu kämpfen.

Hochwasser Jahrhundertflut (Artikel in der ZEIT online)

Da taucht die Frage auf, wie man sich dagegen schützen kann – oder besser, wie man mit dem Wasser ökologisch sinnvoll umgehen kann. Immer noch aktuell ist dieser Beitrag Deiche oder Auen.

Vor einer Woche wurde die sehenswerte ARTE-Dokumentation zum Thema Sand  ausgestrahlt:

Sand – die neue Umweltzeitbombe behandelt auch das Thema Küstenschutz und zeigt die Aufgabe, die wandernde Sandflächen auch haben – unter anderem Künstenschutz. Durch zunehmende enge Bebauung und andererseits Entfernen des Sandes (für Bauvorhabne als kostenfreie Zutat für Beton), aber auch durch Talsperrenbau, der Nachbildung neuer Sandvorkommen, die Wnaderung von Steinen entlang der Flüsse bis zum Meer abnimmt sind die natürlichen Strände dieser Welt gefährdet. Mit ihr die Lkosysteme, die von ihr leben und Zonen, in denen Menschen Erholung suchen, denn ein Urlaub am Strand ist für viele nach wie vor sehr erstrebenswert!

Wir benötigen mehr Wissen und Lobby für natürlichen Küstenschutz, sei des durch Sandzonen, die wandern dürfen, Mangrovenwälder als natürliche Flutbarrieren und die vielen anderen System, die wir Menschen durcheinander bringen…

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) informiert umfassend zum Thema Hochwasserschutz.

Passend dazu auch der Kommentar der Stuttgarter Zeitung über die Folgen unserer Gier und das Thema besserer Hochwasserschutz durch Renaturierung von Auen, weniger Versiegelung sowie gegen Baugebiete in ehemaligen Auen. Ein tolles Baumodell wurde im Rahmen des Masterplans Emscher Zukunft realisiert: Dort wurde ein sogenannter »Retentionsraum«, ein Regenrückhaltebecken für den Hüller Bach in die »Afrikalandschaft« der Zooanlage der ZOOM-Erlebniswelt integriert!

Afrika Verbindet (TV Bericht)

 

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Statt Sandsack »Water sandwich«

Sandsäcke sind üblicherweise recht schwer und nicht unbedingt immer sehr gut einsetzbar. Das Konzept der Water Sandwiches soll es einfacher machen und zudem einen effizienteren Schutz gegen Flut geben:

Das zweiteilige System bietet Schutz gegen Hochwasser: Ein Traggerüst und eine Reihe von mit Wasser gefüllten Taschen. Bei Hochwasser pressen sich die flexibel Wasser gefüllten Beutel gegeneinander und sichern Türrahmen, Boden und weitere Räume, in denen Hochwasser eintreten kann. Um sich vorzubereiten stellen die Menschen die leere Säcke in der Tür nebeneinander auf und gießen sie dann kurz vor Eintreten der Flut mit Wasser voll bis zum zu erwartenden Wasserspiegel der Flut. Geht das Wasser über die erwartete Wasserstandsebene hinaus, warnt das Wasser-Sandwich seine Benutzer akustisch (durch einen Alarmton) und optisch (blinkende Lichter). Nach der Flut sollte das Wasser aus den Taschen entleert werden und der Rahmen wird automatisch mit einer einfachen Bewegung gedreht und kann leicht bewegt werden.

Designer : Hung Pei-Hsu, Li Ciou-Lin, Lai Yen-Ling und Lin Chieh-Shih

Information bei Tuvie

»Water sandwich« an intelligent solution against flood – with soft and flexible water filled bags, Designer : Hung Pei-Hsu, Li Ciou-Lin, Lai Yen-Ling and Lin Chieh-Shih