Sie ist das Schwesternschiff der »Titanic« und wurde im Ersten Weltkrieg in der Agais am 21.11.1916 durch eine deutsche Seemine versenkt. Der Eigentümer will nun ein Museum bauen. http://www.tagesschau.de/ausland/britannic-101.html

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Theater Titanick Sommerspektakel im Mediapark Köln

Heute am 6. und 7. Juli eröffnet das »Theater Titanick« im Mediapark den diesjährigen Sommer Köln – mit der spektakulär-skurrilen Inszenierung über den Untergang der Titanic. Die Gruppe verwandelt den Mediapark in eine Werft und lässt zwischen Multiplex-Kino und Bürotürmen die hohe See entstehen. Die 16 Schauspieler und Musiker inszenieren den Untergang des Luxusliners als apokalyptisches Fest. Dabei kommen Effekte des Straßentheaters, Feuer und Wasser, massig zum Einsatz, denn 35.000 Liter Wasser werden pro Show durch die vielen Röhren des Bühnenbilds gepumpt.

Beschreibung der Produktion auf der Theaterseite

Im Rahmen des Sommers Köln mit »Open Air und Eintritt frei«.

Informationen zum Programm: Website Sommer Köln

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Die Truppe bespielt immer wieder Orte mit dem Element Wasser und lässt Stadthäfen, Seen und Flüsse zur Open-Air-Bühne werden.

Vor 100 Jahren / 100 years ago: Untergang der RMS Titanic

Vor hundert Jahren am 15. April 1912 passierte das, mit dem keiner damals gerechnet hatte: Der Untergang der Titanic.

Die RMS Titanic war als Passagierschiff im Dienst der britischen Reederei White Star Line. In Belfast auf der Werft von Harland & Wolff gebaut war der Steamer bei seiner Indienststellung am 2. April 1912 das größte Schiff der Welt. Bereits auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton England nach New York City geschah das Unglück:

Am 14. April 1912 gegen 23 Uhr 40 kollidierte die Titanic mit einem Eisberg. Sie befand sich  zu dieser Zeit etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland  und sank zwei Stunden und 40 Minuten nach dem Zusammenstoß im Nordatlantik, zwischen 1490 und 1517 der über 2200 an Bord befindlichen Personen starben in den eisigen Fluten. Ihr Untergang gilt mit als eine der großen Schiffskatastrophen und sorgt immer noch für zahlreiche Geschichten, Erzählungen, Nachforschunge, Mythen und Ausstellungen.

Filmregisseur David Cameron befasste sich in seinem gleichnamigen Drama 1997  mit der Geschichte. Die erfolgreiche Verfilmung mit Leonardo die Caprio und Kate Winslet in den Hauptrollen kam vor wenigen Wochen als überarbeitete 3D-Fassung in die Kinos. Interessant finde ich eine englischsprachige Seite, die sich mit einer Gegenüberstellung von Filmfiguren und tatsächlicher Personen.

Als Gestalterin finde ich es nach wie vor belustigend bis seltsam, daß in dem Film das Bild »Les Demoiselles d’Avignon« von Picasso zu sehen ist (es wird in der Geschichte auf dem Schiff mitgenommen) und man kann das Bild heutzutage im Museum of Modern Art (MoMa) zusammen mit anderen Picassos anschauen.

Der Kunstbezug zum Schiffsunglück liegt vielleicht in der Person des Geschäftsmanns Benjamin Guggenheim. Er war einer der reichsten Männer der USA und gilt mit als eines der bekanntesten Opfer des Unglücks. Eine seiner drei Töchter, Marguerite »Peggy« Guggenheim war eine bekannte Sammlerin moderner Kunst.

Das Wrack der Titanic wurde am 1. September 1985 durch den amerikanischen Unterwasserarchäologen Robert Ballard und Jean-Louis Michel  in 3.803 Metern Tiefe entdeckt. Der WDR Stichtag vom 1.9.2005 zur 20jährigen Fundnachricht im Medienarchiv  Im August 1986 machte Ballard dann die ersten bemannten Erkundungen mit dem Forschungs-U-Boot »Alvin« vor und barg erste Artefakte.

In der Hamburger Speicherstadt wurde von Mai 1997 bis Oktober 1998 auf 23000 Quadratmetern unter dem Titel »Mythos Titanic« eine umfassende Schau von Artefakten und Hintergründen gezeigt. Mit der Ausstellungsgestaltung waren die beiden Stuttgarter Büros Atelier Brückner und das Atelier Götz + Schulz betraut. Auf beiden Webseiten dieser Büros finden sich weitere Informationen zur Szenografie der Ausstellung. Insbesondere das Schicksal der Menschen (zu denen nicht nur Luxusreisende, sondern in erster Linie Auswanderer zählten) und die Hybris, die zu Untergang führte werden thematisiert.Eines der in der Ausstellung genannten Zitate ist das des Titanic-Quartermasters Robert Hitschens »Alle verlief ganz hervorragend bis 20 Minuten vor 12.«.

Das aktuellste und größte Museums- und Ausstellungsprojekt zu diesem Thema dürfte das neue Zentrum in Belfast sein, an dessen Inhalten Robert Ballard eng mitarbeitete. Es gibt dort auch durch virtuelle Touren. Diese sollen die echten, die inzwischen gegen entsprechendes Geld angeboten werden, ersetzen und das Wrack schützen sollen.

Der aktuelle Stand der offiziellen Untersuchungen: Titanic Inquiry Project

Today 100 years ago: The RMS Titanic http://en.wikipedia.org/wiki/RMS_Titanic sank after colliding with an iceberg during her maiden voyage from Southampton, England to New York City.

Titanic Inquiry Project  http://www.titanicinquiry.org/

About the oceanographer Robert Ballard, finder of the wreck (1st Sept 1985)

Website comparing real historical persons and actors of David Camerons film »Titanic« 

Kreuzfahrtschiff Costa Concordia – Stand der Dinge nach drei Monaten

Drei Monate ist es nun her, daß sich die Havarie des Kreuzfahrtschiffs »Costa Concordia« an der toskanischen Insel Giglio mitten im Meeresschutzgebiet, dem »Pelagos Sanctuary for Mediterranean Marine Mammals« ereignete. Inzwischen konnte das Schweröl aus den 17 Tanks gepumpt werden, um das Schiff zu stabilisieren wurden die Tanks mit Meerwasser geflutet. Der letzte Eintrag auf der offiziellen Seite der Reederei ist vom Donnerstag, dem 22. März 2012 (Abruf am 12.4.12). Man geht davon aus, daß die Bergung zehn bis 12 Monate Zeit in Anspruch nehmen wird.

Laut Tagesschau-Bericht vom 23.3. mit Tilmann Kleinjung (BR) vom ARD-Hörfunkstudio Rom wurde nach den noch sieben verbliebenen Leichten noch 5 Körper wurden im Schiff geortet mithilfe von Unterwasserrobotern. Es ist geplant, das komplette Schiff vorerst instand zu setzen, damit es abschleppfähig ist, dann sollen die vollgepumpten Tanks wieder entleert, das Schiff stabilisiert und dann das Schiff abtransportiert werden. Es wäre zu schwierig, die in noch in verschiedensten Behältnissen verbliebenen Flüssigkeiten wie Öle, Schwimmbadchemie, Desinfektionsmittel, Frittierfette, Waschmittel, Seifenlösungen etc. so aus dem Schiff zu bergen.

Auf der Website des Betreibers Costa  gibt es übrigens eine Rubrik zum Thema »Schutz der Meeres-Ökoregionen« in Mittelmeer , Großen Antillen und der Nordostküste Brasiliens. Interessant, was dort zu lesen ist, man kann für den WWF spenden, und dann ist alles gut.

Lieber würde ich dort lesen, daß

  • die Reederei von weiteren Touren durch Meeresschutzgebiete wie dem Pelagos-Gebiet absieht,
  • ihre Flotte umrüstet von Schweröl auf umweltfreundlichere Antriebe (allein Diesel statt Schwerölantrieb würde pro Kreuzfahrt pro Person laut Expertenmeinungen etwa 40 Euro bei einer 14tägigen Tour ausmachen),
  • Rußfilter einbaut und
  • statt Candle-Light-Dinner auf Solar-Energie und
  • regionale und saisonale Verpflegung umstellt.

Aber das wäre zu naheliegend und wäre zu teuer für die Reederei… Zeit, daß sich etwas ändert!

In der Zwischenzeit haben sich weitere Unfälle bei Kreuzfahrtschiffen anderer Reedereien ereignet: Das Luxus-Kreuzfahrtschiff »Azama Quest« erreichte nach tagelanger Seenot nach einem Brand den Hafen der malaysischen Stadt Sandakan

Seit kurzem sitzen 70 Touristen auf dem Passagierschiff »Plancius« vor einer Insel im Südatlantik fest. Und im März 2012 ging vor der Küste der Hafenstadt Elefsina, 30 Kilometer nordwestlich von Athen, ein Öltanker unter – mit rund 18000 Tonnen Schwer- und Dieselöl an Bord.

Bleibt da noch ein mehr beachtetes Gedenken: In diesen Tagen jährt sich das Gedenken an die Titanic, deren Untergang in diesem Jahr hundert Jahre her ist. Einiges an Sicherheitsbestimmungen hat sich getan, aber der Mensch scheint in diesem Zusammenhang immer noch mit der größte Risikofaktor zu sein…

Three months ago the cruise ship Costa Concordia grounded off Giglio. Webcam at harbour Porto di San Stefano at tuscan island Giglio. Giglio is in the Pelagos Sanctuary for Mediterranean Marine Mammals and a home for many marine species. Now the oil is pumped off the ship and a transport to harbour is expected in the next ten to twelve months…

Frühere Berichte über die Costa Concordia bei eauemi

https://eauemi.wordpress.com/2012/02/13/costa-concordia/
https://eauemi.wordpress.com/2012/03/13/costa-concordia-2/

 

Für Aquanauten: »Tiefsee«-Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim

Im Lokschuppen Ausstellungszentrum Rosenheim beginnt heute die Ausstellung »Tiefsee«: Kuratiert wird die Schau von Holger Freiherr von Neuhoff, der auch die große »Titanic«-Schau bereits betreute. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Konsortium Deutsche Meeresforschung und dem Zoologischen Museum Hamburg. Für junge Aquanauten gibt es einen extra Parcours.

23.3. bis 4.11.2012
Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa, So und Feiertage 10–18 Uhr

Für die, die schon mal vorab auf Erkundungstour gehen wollen, hier ein Forscherfilm:

Roboter »Seehund« erkundet die Tiefen der Meere
Das Wissenschaftsteam um Dr. Volker Ratmeyer (Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen) ist mit dem Tiefsee-Roboter »Seehund« auf Erkundungstour unterwegs.

nano Bericht vom 23.11.2011 in der Mediathek: Tauchen für Forscher