»Rheines Wasser«: erstmals Ergebnisse vorgestellt

Beim Hansgrohe Wassersymposium berichtet Rheinschwimmer Andreas Fath über die Wasser-Analytik
Die gute Botschaft zuerst: nirgends im Rhein wurden kritische Grenzwerte überschritten. Dennoch findet sich im Rhein ein umfangreicher „Chemiecocktail“. Dies konnte Professor Dr. Andreas Fath auf dem Hansgrohe Wassersymposium (am 13. November 2014 Weiterlesen

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Hansgrohe Wassersymposium 2014

»Wassertechnik der Zukunft«

Hansgrohe lädt wieder nach Schiltach im Schwarzwald ein. In diesem Jahr steht das Thema »Wassertechnik der Zukunft« im Vordergrund. Neun Wasserexpert(inn)en aus Deutschland und der Schweiz präsentieren dazu aktuelle Forschungserkenntnisse, nachhaltige Problemlösungen, ihre Einschätzungen und Ideen zum Thema.

Wann? 
Donnerstag, 13. November 2014, von 9:30 bis circa 17:00 Uhr
Wo?
 Im Hansgrohe Besucher- und Erlebniszentrum Aquademie,
Auestraße, Schiltach.

Herzlich eingeladen ist jeder, der sich für das Thema interessiert.

Auszug Programm und Referenten
Begrüssung durch Thorsten Klapproth, Klaus Grohe
und Ulrich Schumacher

Vorträge
Die Spur des Menschen im Wasser, Dr. Matthias Ruff, Eawag Wasserforschungsinstitut, Zürich und Prof. Dr. Andreas Fath Hochschule Furtwangen (HFU)

Die Zukunft der Wassertechnik, Dr. Klaus Lanz
Chemiker, Wasserforscher und Gründer des Instituts International Water Affairs,
Evilard (Schweiz)

Grüne Energie aus schwarzem Wasser, Dipl.-Ing. Maika Wuttke
Städtischer Ver- und Entsorgebetrieb Hamburg Wasser

Workshops
Rheines Wasser Prof. Dr. Andreas Fath,
Hochschule Furtwangen (HFU)

Von Wirbeln und anderen Wasserphänomenen,
Markus Wöhrle und Team der Hansgrohe Strahlforschung

Heizen und Kühlen mit Abwasser, Mark Biesalski
Uhrig Kanaltechnik GmbH, Geisingen

Klimaverbesserung durch grüne Gebäudehüllen,
Dipl.-Ing. Stephan Becsei,
Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt, Frankfurt

Vorträge
Gutes Raumklima braucht Wasser,
Prof. Dipl.-Ing. Matthias Rudolph
Transsolar Energietechnik GmbH,
Stuttgart

Wasserkrisen als Chance, Dr. Gerd Leipold
Nachhaltigkeitsberater und Aktivist,
Rot an der Rot

Moderation: Dr. Eva Lieberherr Leiterin der Forschungsgruppe
»Natural Resource Policy and Law« an der ETH Zürich

Weitere Informationen
http://www.hansgrohe.de/23786.htm

»Rheines Wasser« – Andreas Fath schwimmt den Rhein entlang

1.231 Flusskilometer, vom Tomasee in der Schweiz bis zur Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland will Prof. Dr. Andreas Fath schwimmend zurücklegen. Dort, wo das Schwimmen nicht möglich ist, steigt er um aufs Mountainbike oder aufs Kajak. Heute kommt er in Düsseldorf vorbei…

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Heizen mit Eis – in Hamburg

Etwa 500 Mieter des Eisenbahnbauvereins Harburg eG (EBV) heizen bald mit Eis und können ihre Heikosten um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die weltgrößte Eisheizung, die in der Hansestadt errichtet wird, birgt viele Vorteile, denn das bisher wenig bekannte Verfahren ist einfaches und sehr umweltfreundlich. In einem großen Betonspeicher sind spiralförmig Rohre verlegt, deren Innenfüllung wiederum aus Glykol besteht, der als Wärmeträger durchflossen wird. Wärmetauscher nutzen die Wärme des Wassers, die sich vom Erdboden übertragen hat, ähnlich der Geothermie. Das Wasser beginnt zu gefrieren (durch den Wärmeentzug) und es wird sogenannte Kristallisationswärme freigesetzt. Die wiederum wird ebenfalls von den Wärmetauschern genutzt. Für das Auftauen des Eises ist bei Bedarf eine Solaranlage zuständig. Zudem sind die Rohre so verlegt, das sie von innen nach außen gefrieren und somit nicht unbrauchbar festfrieren können. Dann beginnt der Prozess erneut.

Gegen die problematische Sprengwirkung von gefrierendem Wasser hat das Unternehmen Isocal besondere Steuerungstechniken entwickelt, so dass dort auch kein Risiko besteht, zudem ist die Verlegtechnik inzwischen sehr ausgereift. Dies weiß ich auch durch den spannenden Vortrag von Daniel Albiez (Wasser hilft dem Klima – Heizen mit Wasser und Eis) beim 5. Hansgrohe Wassersymposium 2012…

Energie dezentral und umweltfreundlich – GWWK Wasserwirbelkraftwerke

Eine gute Alternative sind auch Wasserwirbelkraftwerke. Beim Hansgrohe Wassersymposium 2012 im November hielt der Bauingenieur Andreas Steinmann (GWWK Schöftland Schweiz) einen sehr interessanten Vortrag über diese Kleinkraftwerke.

Technik
Im Prinzip fließt das Wasser in ein Rotationsbecken und wird durch eine zentrale Abflussöffnung, die sich im Zentrum des Beckenbodens in eine Rotationsbewegung versetzt. Dank Schwerkraft und Höhendifferenz (bereits am 0,7 m möglich!) wird langsam ein Rotor bewegt (mit ca. 20 Umdrehungen pro Minute). Der Wasserwirbel treibt den Rotor an, der produzierte Naturstrom kann dann ins Netz eingespeist werden! Es reicht bereits eine Durchschnittswassermenge von 1000 Litern pro Sekunde und eignet sich dadurch sehr gut für die Kleinwasserkraftnutzung. Die Rotoren drehen sich langsam und sind für Treibgut (bis 1,5 m Länge und 20 cm Durchmesser) durchgängig, auch für Fische stellt dieses Wirbelwasserkraftwerk kein Hindernis dar, sie können das Kleinkraftwerk gefahrlos passieren sowohl stromauf- als auch stromabwärts.

Im Bereich des Rotors treten keine Druckunterschiede auf, die sonst für größeren Verschleiß sorgen, wie beispielsweise Kavitationsfraß (von cavitare- »aushöhlen«, was häufiger bei Propellern, Kreiselpumpen, Wasserturbinen etc. vorkommt). Die technische Ausrüstung ist auch einfacher als herkömmlichen Wasserkraftwerken, Unterhalt und Wartung sind damit auch einfacher. Bestimmte Elemente diese Anlagen könnte sogar aus nachwachsendem Rohstoff wie Holz gebaut werden, was wiederum bei Verwendung einheimischer Hölzer  lange Wege vermeiden ließe und die beteiligten Gewerke in der Region stärken kann.

Vorteile für die Umwelt
Das Wasser wird durch die Verwirbelung belüftet, das fördert die Selbstreinigung des Wassers durch Mikroorganismen. Die Zunahme der Sauerstoffkonzentration im Wasser durch das Belüften hat auch positive Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Da die Konstruktion grösstenteils unter dem Terrain liegt fällt sich auch optisch kaum auf und wird somit als Eingriff ins Landschaftsbild nur wenig wahr genommen, insbesondere, wenn noch eine geeignet Bepflanzung dazu kommt.

Aktuelle Situation
Die GWWK betreibt im Aargau Schweiz zusammen mit ihren Partnern eine Versuchs- und Testanlage. Diese durch Behördenwege durchzubekommen war laut Betreiber schwierig. Dies dürfte auch daran liegen, da sie nicht nicht Erstentwickler und Patentinhaber sind und ihren Patentlizenzvertrag mit Zotloeterer, den Erfindern dieser Technik gekündigt haben. Eine weitere Blockade dürfte auch darin liegen, daß große Konzerne und Unternehmen und mit ihnen verbandelte Entscheider haben bisher nur wenig Interesse, solche kleinen Kraftwerke auf den Weg zu bringen, da sie daran nur wenig – bis gar keinen Gewinn machen können. Anlagen mit nur wenig Verschließ, günstigen Materialien (daran wird  weiter geforscht!), großer Effizienz in Hand der Erzeuger – ohne große Stromleitungen. Auch in der Schweiz haben einige etwas dagegen, es heißt, daß noch »weit über das Jahr 2020« die Aargauer Kantonsregierung die beiden Reaktorblöcke von Beznau (dem ältesten Atomkraftwerk der Schweiz) in Betrieb sehen will (hier ein Bericht dazu).

Genossenschaft Wirbelwasser Kraftwerk http://gwwk.ch/

Hier ist die Technik näher erklärt: http://gwwk.ch/65-2/technology/

Filme über das Kraftwerk

Nachtrag: Bei einer Veranstaltung kürzlich hier in Düsseldorf zum Thema Energie und Netzausbau musste ich auch die Erfahrung machen, daß kleine, dezentrale EE-Energiegewinnung bei vielen (hier: den großen) nicht angesagt ist… Es bleibt mühsam!

Oft sind Ideen auch so gut, daß sich viele von ihnen inspirieren lassen – so auch hier, denn die  patentierte Ursprungstechnik dieser Wasserwirbelkraftanlage, die für dieses Kraftwerk Pate stand, ist die Gravitations-Wasser-Wirbelkraftanlage (GWVPP) in Obergrafendorf in Niederösterreich: http://www.zotloeterer.com/willkommen/news.php.

Die als sehr effizient laufende Anlage wurde als weltweit erste ihrer Art bereits 2005 in Betrieb genommen. Weitere Anlage folgten 2008 in Indonesien, 2011 in Deutschland, 2013 in Chile und Thailand. Weitere folgen bestimmt!

hydro power station – Gravitation Water Vortex Power Plants of GWWK at Aargau Switzerland. Natural power combined with River renaturation and revitalisation!
http://gwwk.ch/

Gravitation-Water-Vortex-Power-Plants are originally invented by Zotloeterer (Austria):
First plant in 2005 at Obergrafendorf Austria, 2008 in Indonesia, 2011 in Germany, 2013 in Chile and Thailand. To be continued. > Zotloeterer history (in geman) here.

Hansgrohe Wassersymposium am 8.11.2012 in Schiltach

Morgen findet am Stammsitz von Hansgrohe in Schiltach/Schwarzwald das fünfte Hansgrohe Wassersymposium statt. Thema: „Was Wasser braucht – Wege zu einem wassergerechten Wirtschaften“. Publizist und Wasserforscher Dr. Klaus Lanz moderiert, hier ein Überblick über Referenten und Themen

Folgende Vorträge und Workshops erwarten die Besucher des Wassersymposiums 2012:

  • V1: Internationales Wasserrecht im Wandel – ein Regelwerk, das dem Wasser gerecht wird, Kerstin Mechlem
  • V2: Ende der Staudammzeit? Stromgewinnung im Einklang mit den Flüssen, Andreas Steinmann
  • V3: Produzieren ohne Abwasser – ist eine abwasserfreie Industrie realistisch?, Frank Schlegel
  • V4: Spülen ohne Wasser – Zielvision der gewerblichen Spültechnik, Mario Sommer
  • V5: Wassergerechte Bodenbewirtschaftung: Was die Bauern für das Wasser tun können, Dr. Andreas Fliessbach (geändert)
  • W1: Chanoyu – heißes Wasser für Tee, Ulrich Haas
  • W2: Wasser hilft dem Klima – Heizen mit Wasser und Eis, Daniel Albiez
  • W3: Fertigung im Wandel: Wasser in der Hansgrohe Produktion, Prof. Dr. Andreas Fath
  • W4: Abschied von Ata? Putzen und Reinigen nur mit Wasser, Linda Thomas

Programm und weitere Informationen hier

WassErleben – 111 Jahre Hansgrohe Geburtstagsfeier in Schiltach

Das Schwarzwälder Traditionsunternehmen Hansgrohe feiert heute am Samstag, den 7. Juli an seinem Firmenstammsitz mit einem großen Firmenfamilienfest seinen 111. Geburtstag –  und mit ihm feiert ganz Schiltach:

»Als die Brausen noch aus Blech waren …

und die Menschen einmal die Woche in die Wanne stiegen …,

da gründete Hans Grohe sein Unternehmen.

1901, das ist jetzt 111 Jahre her. Heute sind Produkte von Hansgrohe in Bädern auf der ganzen Welt zuhause. Seine Erfolgsgeschichte und das besondere Jubiläum nimmt das Schwarzwälder Traditionsunternehmen zum Anlass, eine Party steigen zu lassen.«

So kann man es auf der Website lesen.

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