Großes Aufräumen: RhineCleanUp Day

Seit vielen Jahren sind Wassersportler weltweit und vor allem in den Staaten Mitte September gemeinsam unterwegs beim Coastal Clean Up Day und räumen Strände auf. Und endlich haben sich auch entlang des Rheins viele Leute zusammengeschlossen und gemeinsam an Müll an den Ufern entfernt beim RhineCleanUp Day.

In Europa über Ländergrenzen hinweg den 1233 Kilometer langen Fluss entlang. 59 Städte, darunter Emmerich, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Bonn, Konstanz, Basel, Rotterdam u.a. waren dabei. In Düsseldorf Initiativen wie REDUSE, Surfrider Foundation, Pro Düsseldorf und auch eine neue Initiative, Blockblocks. Deren Initiatorin Viktoria Blocksdorf traf ich an am Sammeltag an der Oberkasseler Brücke (sie ist ebenfalls Gestalterin wie ich), die gemeinsame Aktion war gerade vorbei und ich machte mit Handschuhen, die mir ein unbekannter Sammler geschenkt hatte an der bereits geräumten Stelle eine Kleinlese.

Funde meines ersten 20 Minuten Müll-Spaziergangs: 134 Zigarettenkippen und 20 Kronkorken. Beim zweiten Spaziergang hatte ich nach längerer Zeit wieder Handkontakt mit der am Rheinufer liegenden Untiefenboje (nur möglich bei absolutem Niedrigwasser!). Fand eine alte Scherbe, etwas Totes: einen Vogelfuss mit Ring (von einem Zuchttier, der Ring ist in sich geschlossen, offene Ringe kann man melden, z.B. bei der Vogelwarte Helgoland) und etwas lebendiges: eine chinesische Wollhandkrabbe. Passenderweise fand an dem Tag gegenüber am Rathaus das Chinafest statt.
Zigarettenkippen kann man übrigens bei Initiativen wie TerraCycle und reset.org recyceln lassen. Zigarettenfilter gehören nach wie vor zu den am meisten weggeworfenen Gegenständen, die unsere Meere vergiften.
Sehenswert dazu ist die noch bis August 2019 abrufbare ZDF-Doku Gift im Zigarettenfilter! Die Rhine-Clean-Ups werden mit Sicherheit fortgesetzt!

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Top Ten Meeresmüll beim Hochschultag

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Die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltiger Konsum der Lokalen Agenda Düsseldorf ist am 13.06. auf dem Nachhaltigkeitstag der Hochschule Düsseldorf beteiligt (interne Veranstaltung). Ich zeige dort meine Objekte aus dem Rhein, die Top Ten Meeresmüll, und wir sprechen über Lösungen auch im Verpackungsdesign und dem Bereich der Abfallvermeidung.

BBC/WDR Doku »Der Blaue Planet« im TV

Bei der schönen fünfteiligen Dokumentarreihe hat der SWDF in Ägypten, bei dem ich auch tauchen war und Mitglied bin, diese Produktion bei den Dreharbeiten vor Hurghada organisatorisch und filmtechnisch unterstützt. Für mich und andere ein Wiedersehen (Bericht SWDF) mit dem Tümmler Ferdinand und seinen Freunden.

Die Dreharbeiten betrugen mehr als drei Jahre, in 125 Expeditionen besuchte das Team 39 Länder und filmte auf jedem Kontinent und in jedem Ozean. Insgesamt mehr als 6.000 Stunden wurde auch bei Tauchgängen verbracht. Die Reise geht von bekannten Küsten bis in unbekannte Tiefseewelten. Vieles aus der Wasser Tier- und Pflanzenwelt ist erstmals zu sehen! Die Musik komponierte Hans Zimmer (mir persönlich ist sie auf Dauer manchmal zuviel, vor allem, wenn man sich zwei Folgen hintereinander anschaut!), die Kommentare spricht Axel Milberg. Die Serie ist klasse recherchiert!

Folge 1: Unbekannte Ozeane, 2: Leuchtende Tiefsee, 3: Faszination Korallenriff (Ergänzende Fakten), 4. Auf hoher See, 5: Unterwasserdschungel, 6: Extremwelt Küste und Making Of-Film: bis 2.4. ARD-Mediathek Deutschland!

Boot Nachlese: Love your Ocean, BAT u.a.

Wieder auf der Boot war die Sonderschau »Love Your Ocean«. Die Nachhaltigkeitsoffensive ist eine Kampagne der Boot Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Deutschen Meeresstiftung zum Schutz der Meere und Gewässer mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Weiterlesen

Kurzvortrag & Stand zu Wasser bei Aktionstag in Düsseldorf

topten_boot17Die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltiger Konsum der Lokalen Agenda Düsseldorf holte in der Zeit von drei Wochen vor Weihnachten die Ausstellung »Einfach machen!« in das Foyer der Düsseldorfer Zentralbibliothek. Beim Aktionstag am 09.12. präsentierten sich zahlreiche Initiativen. Jennifer Wallach (Refill Düsseldorf) und ich zeigten an unserem Stand das Thema »Wasser in Düsseldorf«. In einem Kurzvortrag habe ich dazu Objekte und Hintergründe meiner Ausstellung »Top Ten Meeresmüll« (Kurzinfo) gezeigt.

Refill-Stationen: Überall, wo ein Refill Aufkleber angebracht ist, kann man sich kostenfrei Leitungswasser in seine mitgebrachte Flasche auffüllen lassen und somit Plastikmüll vermeiden. Die Initiative kommt ursprünglich aus Bristol und wurde durch die Designerin Stephanie Wiermann von Hamburg aus in vielen Städten in Deutschland initiiert und wächst weiter.

Umweltaktionen der Taucher im Nordpark Duisburg

Ahoi,
hier die komenden Umwelt-Event-Termine von TIND (Taucher im Nordpark Duisburg).

Wie jedes Jahr bieten wir auch in diesem Jahr befreundeten Vereinen und interessierten Taucher/innen die kostenlose Teilnahme an den Aktionen an. (Gültige TTU und Tauchbrevet vorausgesetzt.) Eine vorherige Anmeldung ist dringend erwünscht, damit wir konkret planen können, insbesondere auch, was das anschließende Grillen im Landschaftspark neben oder bei schlechtem Wetter in unserem Vereinsheim betrifft. (wg. Einkauf !)

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Boot 2017: TOP TEN #Meeresmüll, Gewässerretter, Love your Ocean u.a.

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Auf der Boot-Messe zeige ich bis zum 29.1. beim VDST (H3 Stand 53/54) bei Umwelt & Wissenschaft exemplarisch die TOP TEN der UN der zehn häufigsten Meeresmüll-Objekte sowie Funde mit Düsseldorfbezug (alles vom Rhein km 744–745) – das passt gut zum neuen Portal Gewässerretter, das neu auf der Boot präsentiert wird!

Meeresmüll / Marine debris TOP TEN

  1. Zigarettenkippen / Cigarette butts
  2. Lebensmittel-Verpackungen aus Kunststoff / Plastic food wrappers
  3. Trinkflaschen aus Kunststoff / Plastic beverage bottles
  4. Flaschenverschlüsse aus Kunststoff /  Plastic bottle caps
  5. Trinkhalme und Rührer / Straws and stirrers
  6. Einkaufstüten aus Kunststoff /  Plastic grocery bags
  7. Getränkeflaschen aus Glas /  Glass beverage bottles
  8. andere Kunststofftüten / Other plastic bags
  9. Papier-Tüten / Paper bags
  10. Getränkedosen  /  Beverage cans

Seven of these items are made of plastic!  Einige von ihnen sind nur kurz in Gebrauch, überdauern aber teilweise sehr lange, auch da sieben von ihnen aus Kunststoff bestehen!
UN-Report: UN report finds marine debris is harming more than 800 species, costing countries millions. UN-Report MARINE DEBRIS (PDF)

Weggeworfen, verloren, auf Reisen geschickt, gesucht, gefunden…

Alles wirkt auf seine Art und Weise auf Mensch und Umwelt. Die Objekte erzählen dazu viel über unser (Konsum)Verhalten, unser Leben, historisches (Siedlungsgeschichte, hier die Düsseldorfs): Gegenstände gelangen absichtlich wie unabsichtlich in den Fluss und früher oder später ins Meer, denn über unsere Flüsse sind wir alle mit dem Meer verbunden!

Rheinkilometer 744–745

Ich lebe seit einigen Jahren in dieser Stadt. Ich mag Städte am Wasser zu sein, bin gern am Rhein. Immer wieder mache ich am Rheinufer an der Oberkasseler Brücke kurze Spaziergänge. Damit es nicht in Stress ausartet und für mich als einzelne machbar ist, dauern meine »Müll-Spaziergänge« meist nur 20 Minuten: Ich sammle ihn (im Sommer stehen überall Tonnen der Stadtreinigung, im Winter ist es schwieriger), wiege ihn mit einer Handwaage und notiere Besonderheiten. Oft mache ich dies bei Niedrigwasser nah der Wasserkante (da dort der Müll schneller wieder im Fluss landet) und am Spülsaum (wo sich mehr künstliches, als natürliches Material befindet). Funde erzählen immer Geschichten: Rheinfunde rausgeholt und bei naemirey twittere ich immer wieder dazu!

Ich habe auch bei Strandreinigungen mit anderen mitgemacht und immer wieder sammle ich bei Tauchgängen in unseren Baggerseen in der Gegend mit meinen Buddies Gegenstände, die sich im Wasser als Müll befinden (Tipp für Taucher: Sammelnetz und Schere einpacken und Clean-Up auf Rückweg zum Einstieg machen, dann ist die Chance am größten, dass die Buddies auch mitmachen wollen :-) !) Generell gilt für VDST-Taucher: »Was man an den See mitnimmt, nimmt man auch wieder mit nach Hause!«

Ich befasse mich mit UW-Archäologie (habe den NAS II, bin u.a.Multiplikatorin für Denkmalgerechtes Tauchen / Kontakt TSV NRW) und interessiere mich für Stadtgeschichte. Bereits vor einigen Jahren brachte ich am Ufer gefundene Scherben zur Bestimmung ins Hetjens-Museum, durfte sie behalten und erfuhr etwas mehr über die Herkunft einiger der Objekte. Bei den Kursen für Denkmalgerechtes Tauchen sind sie ein Beispiel am Rande für Funde ohne Fundzusammenhang. Sie sind typisch für die Siedlungsgeschichte dieser Stadt: Fragmente von Fayencen, Vorratsbehältnisse aus Westerwälder Steinzeug, Wandscherben von Mineralwasser- oder Bitterflaschen (wurden im 19. Jh. genutzt), (Weckmann)Pfeifen aus Gips oder Ton, Porzellan (z.B. Strohblumenmuster, möglicherweise Porzellanfabrik Moschendorf). Berichte für meinen Tauchverein TSG Grevenbroich. Stadtgeschichte Interessierten empfehle ich den Besuch des neuen ArcheoPoint (neue U-Bahnstation Heinrich-Heine-Allee /Königsallee) und des Stadtmuseums in Düsseldorf (inklusive Mammutzahn :-)!

Was kann man tun?

Jeder kleine Schritt zählt! Auf der »Boot« wird das Portal mit APP »Gewässerretter« vorgestellt, eine Initiative von NABU, Deutschem Kanu-Verband, VDST und Deutschem Segler-Verband! Am VDST-Stand gibt es weitere Information zu Kursen wie »Tauchen für den Naturschutz«, über weitere Aktivitäten des NABU – aber auch zur Unterwasser-Archäologie.
Die Gewässerretter sind zusätzlich in Halle 4 (Pixelworld) auf der großen Sonderausstellung der Meeresschutz-Initiative »Love your Ocean«. Dort erfährt man mehr über Mikroplastik, kann an Binokularen Proben aus deutschen Flüssen (Elbe, Rhein, u.a.) sichten (und selber Gewässerproben mitbringen!) und erfährt aktuelle Forschung und Studien. Ausgestellt ist auch der »Seehamster«, ein Katamaran, mit dem Gewässer von Müll gereinigt werden können. Themen des Stands sind auch Wirtschaft und Gesellschaft, es gibt einen Recycle Workshop, ein Research Cockpit, eine Hörstation mit Meeresgeräuschen, Infos über Forschungsschiffe und Green Building/Electro Power. Das letzte Thema wird vertieft, denn am 24. Januar 2017 eröffnet S.D. Fürst Albert II von Monaco im CCD das zweite Meeres-Symposium der Deutschen Meeresstiftung über »Zukunftsfähige Antriebe und nachhaltige Komponenten im Yacht-, Boots- und Schiffbau«.

Und jeder kann etwas tun (im Verein, für Lokale Agenda, an Schule und Arbeitsplatz, bei Initiativen und Verbänden,…). Auf der UN-Seite zu den Sustainable Development Goal stehen Policy recommendations, sie lauten sinngemäß:

Empfehlungen / Policy recommendations

  • Verpackungen/Kunststoffe reduzieren / Packaging and plastics reduction
  • Verwendung von Müll als Ressource / Potential use of waste as a resource 
  • Wirtschaftsinstrumente wie z.B. Gebühren auf Einwegprodukte, Pfand, etc. / Economic instruments such as fees for single-use items 
  • Verbot von Plastiktüten, Mikrobeads  / Bans items like plastic bags, microbeads 
  • Engagement für Unternehmen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit, einschließlich Offenlegungspolitik für Kunststoffe / Engaging with businesses on sustainability, including plastics disclosure policies 
  • Unterstützung von Alternativen zu herkömmlichen »vollständig biologisch abbaubaren« Kunststoffen« / Support for alternatives to conventional plastics that are »fully biodegradable«
  • Bewusstsein für Meeresverschmutzung verbessern / Improving awareness of marine debris 
  • Umweltzeichen und Zertifizierungssysteme/ Eco-labelling / certification schemes

Ein phantastischer Karpfenweg

Ja, einige kennen ihn als Sylvesterbrauch, den Sylvesterkarpfen der mit seinen glänzende Schuppen für Wohlstand und Reichtums stand. Mir sind sie lebendig etwas lieber, gerne beobachte ich sie bei einem Tauchgang im See bei nicht zu großer Tiefe (etwa zwischen 2-3 Metern) im See und freue mich daran. Weiterlesen

Abfall-Hai im Hafenbecken

Kennen Sie den Waste Shark? Es handelt sich bei ihm um einen Hai der besonderen Art, der unterwegs in einem Hafen ist: Eine Wasserdrohne zum Entfernen von Plastikmüll im Wasser…  entwickelt hat sie  der Südafrikaner Richard Hardiman. Auf der Seite des Unternehmens, das ihn entwickelt hat, ist auch ein Film mit einem Testlauf im Hafen von Rotterdam. www.rantech.nl